Wir wurden des Öfteren gefragt, wie wir auf die Idee gekommen sind, uns  ein Segelboot zu kaufen.

Es  begann damit, dass wir bei unseren  Urlauben bemerkten, dass die Hotelbetten in keiner Weise, positiv mit unserem Rücken korrespondierten.
Die Urlaube waren wunderschön, wir haben viele interessante Sachen entdeckt, nette Menschen kennengelernt, gut gegessen und die  schönen Landschaften genossen.
Wenn da nicht immer wieder dieses Bettenproblem wäre...

Des Weiteren ist bei Reisen meist dann noch die Sache mit den Flugzeugen. In körperlich guter Verfassung beginnt man den wohlverdienten Urlaub und besteigt mit großer Freude den Flieger, der einen zum Urlaubsziel bringen soll. Einige Flugstunden später braucht es nach der Landung einen Kran, um aus den Sitzen zu kommen, und einer Handvoll Schmerzmittel, um sich wieder im aufrechten Gang fortbewegen zu können. Zum Ende des Urlaubes geht es in umgekehrter Reihenfolge retour. Den Fragen der Freunde „Wie waren euere Ferien?“ kann man dann entgegnen, „der Orthopäde meint in 2-3 Wochen wieder gut...“

So sagten wir uns, dass es schön wäre, wenn wir unser bequemes Bett einfach mitnehmen könnten. So kam es später auch... Die erste Idee  war ein Wohnmobil. Wir sind jedoch nicht so die Campingplatzfreunde und können können dem Straßenverkehr auch nichts abgewinnen.Es entstand der Gedanke an ein Schiff.Wir beide mögen das Meer, die Küstenformationen und das maritime Leben. Wir liebten unseren Hund Brutus, der auch eine absolute Wasserratte war. Wie schön war es, dass er uns nun begleiten könnte.

Die Entscheidung fiel schnell. Ein Schiff musste her.

Wir fingen wir an, mit einem Motorboot durch die Berliner Kanäle zu tuckern. Damit ich (Gitti) weiß, wo vorne und hinten ist, habe ich den Motor-Bootsführerschein See und Binnen gemacht. Durch seine jahrelange Tätigkeit beim DLRG, Bundeswehr und der Taucherei, hatte Jörg diese und andere Scheine bereits. Die Seen und die Kanäle in Berlin hatten schon ihren Reiz aber der ständige Motorlärm warsehr störend. Wir träumten vom ruhigen Dahingleiten auf dem Wasser. Da erinnerte sich Jörg an seine Segeltouren in der Türkei, während er dort als Tauchlehrer mit einem Freund eine Tauchbasis betrieben hatte. Im Sommer 2012 stand fest, ein Segelboot muss es sein. Wer uns kennt, weiß, dass alles, was wir uns vornehmen, immer recht schnell, umgesetzt wird. So auch die Sache mit dem Segelschiff.

Da man in Berlin und Brandenburg einen Segelschein benötigt hat Jörg nochmals den offiziellen Segelschein erfolgreich absolviert.nEs folgten darauf dann auch noch die nötigen Funkscheine. Seine alten Scheine hatten ihre Gültigkeit verloren oder wurden nicht fristgemäß durch neue ersetzt.

Wir hatten konkrete Vorstellungen davon, wie unser Schiff sein sollte. Wir waren uns einig, dass wir nicht unbedingt was Schnelles benötigen, sondern die Bequemlichkeit und Wohnlichkeit im Vordergrund stehen sollten. Es war geplant, einen großen Teil unserer Freizeit auf dem Boot zu verbringen. Für Jörg war es wichtig,dass eine Stehhöhe von mind. 1,95 m vorhanden ist. Er vertrat konsequent die Ansicht, auch in der Freizeit aufrecht gehen und stehen zu können.

In der Zwischenzeit habe ich im Internet geforscht und mir einige Törnberichte von Seglern durchgelesen. Alle waren von der Freiheit und der Ruhe beim Segeln in einsamen Buchten begeistert. Beim Surfen im Internet kam ich dann auf die Seite von www.Seewege.de. Dort beschrieb das Ehepaar (Angelika u. Johannes), wie auch sie zum Segeln gekommen sind und sich ein Boot gekauft hat. Nach 2-jähriger Segelpraxis schipperten sie von Mai bis Oktober an den Küsten von Kroatien, Griechenland, Italien und der Türkei umher. Inzwischen sind sie via Portugal und über den Atlantik auf den Azoren gelandet. Sie beschreiben ihre Reisen so schön, aber auch mit allen Unwegsamkeiten, wie Seekrankheit, zu viel Wind, zu wenig Wind, falsche Navigation,sich der Anker löst usw. Aber der Hauptkonsenz bleibt, wie herrlich es doch ist,überall ankern zu können, wo es schön ist unddie Küstenlinien zu beobachten.

Im September 2012 mailte ich Angelika und Johannes an, um zu fragen, ob sie Erfahrungen mit unterschiedlichen Bootsmarken haben oder uns Empfehlungen geben könnten. Die Zwei wollten im Oktober nach Berlin kommen und so verabredeten wir uns kurzerhand. Sie berichteten uns eine Menge über ihre Fahrten und erzählten über diverse Eigenschaften von Booten, die sich bei ihnen bewährten. Bei dem Gespräch ist herausgekommen, dass auch viel Herzblut bei so einem Schiffskauf dabei ist. Wenn die „ideale“Segelyacht vor einen steht, weiß man im Herzen sofort, dass SIE es ist. Tja, und so war es dann auch.

Im Dezember haben wir eine Besichtigungstour in Norddeutschland gemacht.

Am 8.12.2012 sahen wir SIE… .

Eine Beneteau Oceanis Clipper 393 aus dem Jahr 2003. Das Schiff war absolut neuwertig, super gepflegt. Plotter, elektrische Winschen, Rollgroß, Rollfock und vieles mehr. Die Persenning sah aus wie neu. Alles sah aus wie neu. Die Yacht wurde kaum gesegelt und immer sehr gut gepflegt. Dies bestätigte auch der von uns bestellte Gutachter. Er sagte, dass er selten ein 10 Jahre altes Boot in so einem hervorragenden Zustand gesehen hat.

Und so sind wir im Dezember 2012 zu unserer Bruty, der ehemaligen Jamabadi, gekommen.

 

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